Shopify Nachteile

Fünf Nachteile des Shopsystems, die für dich eventuell zum Ausschlusskriterium werden könnten.


Als „all-in-one“ E-Commerce-Lösung kann Shopify eine echte Alternative zu offenen bzw. selbstgehosteten Systemen wie Magento, Shopware oder WooCommerce sein. Jedoch gibt es einige Anwendungsfälle bei denen Shopify die falsche Wahl ist.

Shopify Nachteile

Ob Shopify für dich geeignet ist hängt von vielen, auch wirtschaftlichen, Faktoren ab. Um dir die Entscheidung etwas leichter zu machen, findest du hier einige Nachteile des Systems und Gründe, warum Shopify eventuell das falsche Shopsystem für dich ist.

Für viele Onlinehändler ist Shopify allerdings genau das Richtige - wirf also auch einen Blick auf die Vorteile von Shopify.

Kostenmodell: Laufende Kosten + Umsatzbeteiligung

Neben der monatlichen Grundgebühr veranschlagt Shopify bis zu 2% Provision für jede Bestellung. Ob die Provision in der Summe die Wartungs- und IT-Kosten für ein selbstgehostetes System übersteigen würde, hängt also von den Umsatzzahlen des jeweiligen Shops ab.

Auch die monatliche Grundgebühr kann bei Neueinsteigern mit sehr geringem Umsatz oder einem stark saisonabhängigen Geschäftsmodell ein Grund gegen Shopify sein.

Tip: Lies zum Thema Kosten auch unseren Artikel „Was kostet Shopify?“. Mit dem dort verlinkten Betriebskostenrechner kannst du bequem überschlagen, was dich dein Shopify Shop im ersten Jahr kosten wird.

Keine Änderungen am Backend-Code möglich

Shopify ist ein geschlossenes System, Änderungen am Backend / Admininterface oder der Datenverarbeitung sind somit nur begrenzt möglich, was zu Problemen führen kann wenn der angestrebte Workflow vom Standard abweicht. Zwar lässt sich der Funktionsumfang durch Apps erweitern und auch eigene Plugins lassen sich via REST-API realisieren, aber mit der Flexibilität eines individuellen Systems ist das natürlich kein Vergleich.

Auch die Anbindung eines ERPs / das Matching einer bestehenden Datenbasis kann dadurch zum Problem werden.

Keine echte Mehrsprachigkeit

Wer sein Shopify mehrsprachig ausrichten will ist auf die Hilfe von Plugins angewiesen, da diese Funktion nativ nicht unterstützt wird. Die Umsetzung ist dabei eher „hacky“ und aus SEO-Gesichtspunkten nicht wirklich zufriedenstellend. (I.d.R. wird die Zweitsprache via Javascript im Frontend getauscht).

Zusätzliche Währungen lassen sich zwar im Frontend per Javascript umrechen, im Checkout wird aber immer die Basiswährung des Shops ausgegeben. Geringverbreitende Währungen (zum Beispiel der iranische Rial) werden gar nicht unterstützt.

Keine Änderungen am Checkout möglich

Sofern der Store nicht unter einer Shopify Plus Lizenz läuft, ist der Checkoutprozess (in diesem Fall der komplette Bestellprozess nach dem Warenkorb) nicht mehr Teil des jeweiligen Templates, sondern auf checkout.shopify.com ausgelagert.

Der User verlässt nach dem Warenkorb also immer das eigentliche Shoplayout. Individualisierung ist hier nur im Bereich Schrift und Farbe möglich, an Layout und Prozess selbst sind keine Änderungen umsetzbar, was seitens der Entwickler mit Sicherheitsaspekten begründet wird.

Trotzdessen folgt der Shopify Checkout gängigen Best Practices und auch der „enclosed Checkout“ ist nicht unbedingt negativ zu sehen, wie wir in diesem Artikel näher beleuchten.

Einschränkungen in der Contentpflege

Zwar verfügt Shopify von sich aus über eine Blogfunktion, vergleichbar mit einem Content-Monster wie z.B. Wordpress ist es allerdings nicht. Stark auf Contentmarketing ausgerichtete Shops stoßen hier an ihre Grenzen.

Wenn der Shop nur einen kleinen Bereich der Webseite ausmacht, kann es Sinn machen, Shopify in ein bestehendes System zu integrieren, anstatt die Inhalte im Shopsystem selbst zu pflegen.

Fazit

Shopify ausgelagertes Hosting und das geschlossene System, das Shopify für einen Großteil der Anwender so attraktiv macht, wird für Verkäufer mit hohem Umsatz und / oder speziellen technischen Anforderungen leider zum Ausschlusskritierum.

Wer sehr spezielle Anforderungen an sein System hat und Standardabläufe ändern will oder muss, schaut sich besser nach einem offenen, selbstgehosteten System um.

    Shopify stößt an seinen Grenzen bei:
  • Verkäufern mit hohem Umsatz
  • Produkten / Prozessen mit speziellen Anforderungen an das System
  • stark content-orientierten Webseiten
  • Shops mit internationaler / multilingualer Ausrichtung

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